1428 Nützen der geistigen Strömungen.... Wiederholungen....

20. Mai 1940: Buch 23

Es sind verhältnismäßig große Schwierigkeiten, unter denen eine Verbindung vom Jenseits zur Erde zustande kommt, so der empfangende Teil die geistigen Strömungen nicht nützet, die eine leichte Verständigung begünstigen. Ungünstig sind die Strömungen dann, wenn alle geistigen Kräfte sich Gott zuwenden in übergroßer Liebe und Kraft aus Gott empfangen.... wenn die Verbindung mit dem vollkommensten Wesen stattfindet und also nichts Unvollkommenes den im Licht stehenden Wesen sich nahen darf, da die Kraftzuwendung aus Gott alles Unvollkommene auslöschen würde durch die unvorstellbare Lichtfülle. Der Vorgang der Vermittlung göttlicher Kraft auf die unvollkommenen Wesen bedingt jedoch eine Umhüllung des Lichtwesens, denn es ist das noch nicht reife Geistige im Menschen, das belehrt wird, und es kann dieses nicht ungefährdet das strahlende Licht des geistigen Lehrers ertragen. Jedes belehrende Wesen im Jenseits aber steht im Licht.... Unvollkommenen Wesen wird das Amt eines Lehrenden im Jenseits nicht übertragen. So nun also die göttlichen Lichtträger das Erdenkind unterweisen, müssen sie sich demselben verhüllt nahen.... Das Empfangen göttlicher Kraft aber läßt das Lichtwesen in höchster Lichtfülle erstrahlen. Und es durchdringt das Licht jegliche Umhüllung.... Also müssen sich die Wesen unendlich weit von dem erdgebundenen Wesen entfernen. Es ist der Begriff "weit" nicht als räumliche Entfernung zu verstehen, sondern es muß der Abstand vergrößert werden.... es muß die geistige Kraft verringert werden, die dem Erdenkind zugeht.... Und es äußert sich dies nun in schwierigem Empfang der Botschaften, der noch erhöht wird, so der empfangende Mensch nicht mit allen Sinnen danach verlangt. Umgekehrt aber können die Lichtwesen außerordentlich erfolgreich wirken, so sie ihre Entfernung verringern dürfen. Ein empfangshungriges Kind kann gleichsam dem Licht näherstehen, das Verlangen nach dem Licht läßt eine stärkere Lichtfülle unschädlich sein, und so der Lichtträger wieder eine entsprechende geistige Hülle angelegt hat, kann er sich mit dem Geistigen im Menschen leichter in Verbindung setzen, und dies macht sich bemerkbar in ungehindertem Empfang des göttlichen Wortes. Und so vermag die Kraft aus Gott in verschiedener Stärke zu wirken. Es sind immer gewisse Strömungen zu beachten, die auch oft erkenntlich sind an vermehrtem Empfangswillen und mühelosem Aufnehmen. Um nun aber auch in lichtvollen Strömungen der göttlichen Gnade gewürdigt zu werden, muß der Mensch seinen ganzen Willen aufwenden, sich zu veredeln. Er muß alles meiden, was den Geist hindern könnte am Höhenflug.... Er muß ohne Bedenken der Erde entfliehen und also die Kraft aus Gott in verstärktem Maß in Empfang nehmen können.

Nun suchet die göttliche Liebe, das Geistige zur Höhe zu leiten, und es sind daher die Lichtträger darauf bedacht, den Menschen ununterbrochen Licht und Kraft zu vermitteln, auf daß das empfangende Erdenkind nicht entmutigt werde durch vergebliches Horchen auf das Wort aus der Höhe. Es sind daher die jenseitigen Wesen, die dienst- und liebewillig sind, angewiesen, Botschaften zu wiederholen.... Es können diese Wesen nur das vermitteln, was ihnen als Auftrag wird. Sie können also nicht eigenmächtig etwas den Menschen geben, was wider den Willen der Lichtträger, also wider den göttlichen Willen, wäre. Und es werden solche Wiederholungen stets dann geboten, wenn göttlicher Liebegeist mit Seinen Wesen Sich vereint.... oder der Wille zum Empfangen oder das Verlangen nach den Sendungen von oben nicht außergewöhnlich groß ist. Doch ein in innigster Liebe stehendes Erdenkind, dessen Herz nur nach göttlicher Gabe verlangt, wird aufgenommen in den Lichtkreis, doch vor übergroßer Lichtfülle, die ihm schaden würde, liebevoll geschützt....

Amen

Dies ist eine Originalkundgabe von Bertha Dudde

Diese Kundgabe wird in keinem Themenheft erwähnt.

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