0649 Glaubenswilligkeit.... Einwirken der guten Geisteskräfte....

1. November 1938: Buch 14

Unsäglich wonnevoll ist das Verharren im Glauben für die Seele. Es bereitet ihr ein Gefühl des Wohlbehagens, empfindet sie doch wohltätig die Segnungen göttlicher Kraft und Gnade, und der Aufstieg in höhere Regionen wird ihr dadurch leichter. Und so kann einer Seele eben nur dann Erlösung werden, wenn der Mensch in tiefem Glauben alles das vollbringt, was der Seele förderlich ist. Denn dem Glauben folgt die Liebe.... und in der Liebe sucht der Mensch dann Betätigung.... und Werke der Liebe wieder steigern die Kraft, ziehen die Nähe Gottes an, und die Seele löst sich allmählich aus ihren Banden und vereinigt sich mit dem Geist aus Gott in ihr. Denn jeglicher Fortschritt kann erst dann erfolgen, wenn sich die Seele trennt von der sie bisher fesselnden Begierde.... wenn sie nichts anderes verlangt, als bei Gott zu sein, dann wird ihr jedes Streben leicht sein und mit Sicherheit zum Ziel führen. Um nun in den Besitz vollwahren Glaubens zu kommen, muß sich der Mensch frei machen von jeglicher Irrlehre, von Aberglauben.... Er muß versuchen, sich selbst dem höchsten Wesen, Das er verstandesgemäß nicht ableugnen kann, anzuvertrauen, und dieses Wesen um geistige Aufklärung bitten.... Dann schon wird ihm der rechte Glaube in schmackhafter Form geboten werden, denn will der Mensch, dann ist er schon auf dem rechten Weg, sobald er sich in freiem Willen der höchsten Wesenheit bittend zuwendet. Nur wer so völlig glaubenslos ist, daß er nichts anerkennen will und das Leben um und in sich gleichgültig betrachtet und hinnimmt, dessen Herz ist sehr verhärtet und kommt so leicht nicht dem Glauben näher. Auch ihm wird Kunde werden vom Glauben und von der Lehre Christi, doch er wird alles von sich weisen und überheblich sich selbst für wissend und erkennend halten, die anderen dagegen verlachen. Wenn solche Menschen nicht das tiefe Leid, das ihnen der Herr sendet, eines anderen belehrt, dann sieht es gar traurig aus um eine solche Seele, und alles Bemühen der guten Geistwesen, deren Schutz jene anvertraut sind, ist vergeblich.... Es ist ein Ringen ohnegleichen um solche in Glaubenslosigkeit verharrenden Seelen, und die äußersten Mittel müssen angewendet werden, sie von ihrem verblendeten Denken abzubringen, wohingegen ein gläubiger Erdenmensch unbeschreibliche Freude auslöst im jenseitigen Reich und die guten Geister zu immer größerer Liebesbetätigung an den ihnen anvertrauten Seelen anregt. Das leiseste Entgegenkommen auf Erden wird genützt, um einzuwirken auf den Gedankengang des Menschen, und so werden gar oft auch glaubenslose Menschen sich veranlaßt fühlen, nachzudenken über die ungeklärtesten Probleme. Sie weisen wohl alles ab, doch ihren Gedanken können sie nicht immer wehren, die den Menschen oft auf Gebiete führen, wo sie selbst nicht weiterfinden, und solche Grübeleien sind immer von Wert, selbst wenn sie der Wahrheit noch entfernt sind. Und ist der Mensch noch so sehr der Welt ergeben.... es kommen doch Stunden, wo ihn selbst alles Irdische nicht locken kann.... wo er über den Anfang und über das Ende nachdenkt.... wo ihn eine leise Unruhe beschleicht, so er an sein Ableben denkt. Wenn nichts im Leben ihn ändern konnte, so wird der Gedanke an den Tod ihn aufrütteln aus seiner Gemütsstarre, in wenig erfreulicher Weise zwar, doch kann dann darauf aufgebaut werden von den ihn betreuenden Geisteskräften. Und wohl dem, der den Mahnungen in ihm nachgibt.... der sich noch am Ende seiner Tage befaßt mit allem, was ihn zum Glauben führen kann, und der ernsthaft noch im Erdenleben bereut, was er versäumt hat, und Gott um Seine Hilfe und Sein Erbarmen bittet. Dem wird der Vater noch in letzter Stunde liebevoll entgegenkommen und ihn segnen.... und sein Kampf im Jenseits wird ein leichterer sein....

Amen

Dies ist eine Originalkundgabe von Bertha Dudde

Diese Kundgabe wird in keinem Themenheft erwähnt.

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