4884 Willensfreiheit....

24. April 1950: Buch 55

Die Willensfreiheit ist Erklärung für alles, was dem Menschen unbegreiflich erscheint und was ihn am Wesen Gottes zweifeln lässet. Der noch unvollkommene Mensch nützet seinen freien Willen oft so verkehrt, doch Gott hindert ihn dann nicht am Ausführen dessen, was sein freier Wille vorhat, und gibt sonach gewissermaßen Seine Zustimmung, d.h., Er duldet, was der Mensch in seiner Unvollkommenheit ausführt. Doch Er heißt es nicht gut, selbst wenn Er den Menschen nicht daran hindert. (25.4.1950) Besitzt der Mensch Willensfreiheit, so muß er sein Wollen und Handeln nach unten wie auch nach oben erstrecken können, denn eine Freiheit schaltet jede Beschränkung aus. Mit freiem Willen aber ist der Mensch erschaffen worden, weil dieser ausschlaggebend ist für die Ewigkeit, für das Leben der Seele nach dem Tode. Der freie Wille des Menschen schafft seiner Seele den Zustand im geistigen Reich. Der Wille Gottes wird immer ein Bewegen in göttlicher Ordnung sein, ein Anpassen Seinem Gesetz, das in höchster Vollkommenheit, in Weisheit und Liebe, erlassen wurde, damit die Geschöpfe Gottes diesen Gesetzen entsprechend leben und sich also zu vollkommenen Wesen entwickeln können. Doch ebenso müssen sie diese göttlichen Gesetze übertreten können kraft ihres freien Willens, weil Gott sie vor die Entscheidung stellt. Er beeinflußt den Menschen in keiner Weise wider seinen Willen, sondern fügt Sich sogar dessen Willen ein, indem Er Sich nicht abwendet oder dem Menschen die Kraft entzieht, so dieser seinen Willen verkehrt richtet und etwas ausführen möchte, was dem Willen Gottes völlig widerspricht. Dann zieht Er also Seine Kraft nicht zurück, sondern fügt Sich mit Seinem Willen dem Willen der Menschen ein. Und darum geschehen Dinge, die nicht im Einklang stehen mit der ewigen Gottheit, doch von Seiner Weisheit wird auch dann jegliches Geschehen so in seiner Wirkung bedacht, daß auch diese die Aufwärtsentwicklung der menschlichen Seele begünstigen können. (27.4.1950) Gott tastet den freien Willen des Menschen nicht an, folglich muß Er ihm auch die Möglichkeit geben, sich zu äußern und ihn zur Ausführung bringen zu können. Und dies bedeutet immer die Zuwendung von Kraft zu Werken, die nicht unbedingt mit dem Willen Gottes übereinstimmen. Doch es ersieht die Weisheit Gottes alle Möglichkeiten einer günstigen Auswirkung für die Seele des Menschen; und so kann ein Gott-entgegengerichteter Wille unbeabsichtigt zum geistigen Aufstieg einer Seele beitragen, nur wird dann nicht dieser Aufstieg dem verkehrten Willen des Menschen zugeschrieben, sondern dieser muß sich für diesen verkehrten Willen vor Gott verantworten, wenngleich ein gewisser Segen anderweitig daraus erwachsen ist. Gott lenkt alle Schicksale, Er gibt Seinen Geschöpfen im Stadium als Mensch Willensfreiheit, sie werden immer sich für das Gute entscheiden können und sind niemals genötigt zu Gott-widrigem Handeln, doch wie ihr Wille ist, so ist auch ihr Denken und Handeln, und entsprechend wird auch ihr Los sein im Jenseits und der Grad der Vollkommenheit, der sich aus dem Wirken im Erdenleben ergibt....

Amen

Dies ist eine Originalkundgabe von Bertha Dudde

Diese Kundgabe wird in keinem Themenheft erwähnt.

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