Quelle: https://www.bertha-dudde.org/de/proclamation/6879

6879 Das Lebenswasser muß am Quell geschöpft werden....

27. Juli 1957: Buch 74

Nur am Quell ist das Lebenswasser klar und rein, und nur dort könnet ihr euch Kraft holen und gelabt werden, ohne fürchten zu müssen, Für-eure-Seele-schädliche-Stoffe mit aufzunehmen. Nur am Quell ist unverfälschte Wahrheit, nur am Quell könnet ihr unmittelbar aus Gottes Hand die Nahrung entgegennehmen, die eurer Seele rechte Speise ist und rechter Trank. Und darum werdet ihr Menschen immer zum rechten Quell hingewiesen, darum ist euch der Born erschlossen worden, aus dem ihr trinken könnet und euch erquicken jederzeit, weil Gott es will, daß ihr nicht genötigt seid, eurer Seele minderwertige Nahrung zuzuführen, die ihr nicht zum Ausreifen dienet. Und ihr könnet alle diesen Quell aufsuchen, denn ihr brauchet euch nur ganz innig mit Gott zu verbinden und Ihn bitten, daß Er Selbst euch speise und tränke.... Diese Bitte erfüllet Er euch ganz sicher, denn Er will Selbst zu euch reden, und Er kann es auch, sowie ihr euch Seiner Ansprache öffnet. Und so diese innige Bitte also vorangegangen ist, dann ist es auch gleich, wo und in welcher Weise ihr das "Wort Gottes" anhöret oder es leset, denn nun kann Gott Selbst Sich einschalten, Er kann reden durch eines irdischen Dieners Mund, Er kann eure Gedanken lenken, wenn ihr Sein Wort aus der Schrift entgegennehmet, Er wird immer Selbst zu euch reden, weil diese innige Bitte um Seine Seelennahrung vorangegangen ist. Und ihr brauchet dann auch nicht zu fürchten, eine eurer Seele-unzuträgliche Speise entgegengenommen zu haben. Und so euch nun.... als Einwirken Seines Gegners.... irriges Geistesgut übermittelt wird, so erkennet ihr dieses auch als irrig, es wehret sich eure Seele gegen die Annahme dessen, sie verweigert die Speise, die ihr dargeboten wird. Und auch das ist Gottes sichtliches Wirken in euch, daß ihr erkennet, was nicht von Ihm Selbst kommt. Und so auch brauchte kein Mensch sich zu beunruhigen durch Fragen, welche Geistesrichtung die rechte sei, denn in allen Konfessionen kann dem Menschen die Ansprache Gottes vermittelt werden, wenn er sie nur innig begehrt, weil Gott dieser Bitte wahrlich nachkommt.... Doch zumeist lassen sich die Menschen genügen, wenn sie pflichtgemäß "Hörer des Wortes" sind, und das Verlangen, ihrer Seele Speise und Trank zu bieten, mangelt ihnen. Und dann sättigt sich also die Seele mit Speisen, die nicht gut sind.... sie ist zu weit entfernt vom Quell, und das Wasser ist nicht mehr rein und klar, und es hat darum auch nicht mehr die heiligende und reinigende Wirkung. Es ist oft auch vergiftet, und die Seele, die es genießet, wird stets kränker und schwächer, sie vermag nicht, sich zu erheben und aufwärtszuschreiten, denn (Unterbrechung)

(14.1.1958) (Ergänzung erbeten)

alles Unreine hat eine lähmende Wirkung, und es kann nichts nach oben.... zu Gott.... hinführen, was von unten kommt und zur Tiefe hinabzieht. Es wird auch keine Seele zum Licht gelangen, denn das Licht kommt immer nur von oben, während die Tiefe nur Finsternis verbreitet. Der rechte Quell aber wird immer frei und offen und für jeden Menschen zugänglich sein, aber auch immer einen kleinen Aufstieg erfordern. Und daran schon ist zu erkennen, daß der Mensch selbst sich bemühen muß, will er aus dem Quell des Lebens schöpfen. Und es ist darum stets die Gefahr, daß das Wasser verunreinigt ist, je tiefer es dahinfließet.... d.h., es kann das Wort Gottes der Seele nicht mehr die Kraft vermitteln, das gedankenlos angehört wird an den Orten, wo es der Mensch entgegennimmt, ohne daß seine Seele den Weg zur Höhe zuvor zurückgelegt hat, zu Gott Selbst.... um Ihn zu bitten, ihr rechte Speise und rechten Trank zu reichen. Denn das Wasser des Lebens muß Gott Selbst jedem Menschen darreichen, es muß am Urquell geschöpft werden, denn Gott Selbst muß zuvor die Gaben segnen, sollen sie der Seele des Menschen zum Heile gereichen....

Amen

(Die Kundgaben NR. 6880 und 6881 sind verloren gegangen.)

Eine Originalkundgabe von Bertha Dudde (Symbolbild)