Quelle: https://www.bertha-dudde.org/de/proclamation/5915

5915 Reifegrad sichert rechtes Denken.... Geistwirken....

27. März 1954: Buch 64

Ein gewisser Reifegrad sichert auch dem Menschen rechtes Denken.... die Erhellung des Geistes und somit auch Erkennen der Wahrheit. Und diesen Reifegrad sollet ihr daher auch anstreben.... Ihr sollet durch das Erfüllen der göttlichen Gebote eure Seele der Vollendung zuführen, ihr sollet euch Liebekraft erwerben durch das Verrichten uneigennütziger Liebewerke.... ihr sollet alles tun, um zum Ebenbild Gottes zu werden. Denn mit zunehmender Seelenreife tretet ihr auch in immer helleres Licht, und das bedeutet, daß ihr unterscheiden lernt die Wahrheit und den Irrtum, das Echte und das Falsche, das Wirkliche und den Schein.... Doch dazu ist ein bestimmter Reifegrad unerläßlich. Denn eine unvollkommene Seele ist auch blind im Geist, und unvollkommen ist die Seele so lange, wie sie außerhalb der göttlichen Ordnung lebt, die aber durch das Erfüllen der göttlichen Gebote wiederhergestellt wird. Arbeitet an eurer Seele, daß sie ausreifet, auf daß ihr zum Licht der Erkenntnis gelanget.... Anders kann euch das Licht nicht geschenkt werden, denn ihr wäret im unreifen Zustand nicht fähig, es zu erschauen, weil ihr blind seid im Geist, solange ihr unvollkommen seid. Stehet ihr aber im Licht, in der Erkenntnis, als Folge eurer Seelen-Reife, dann brauchet ihr auch keine irrigen Lehren zu fürchten, denn ihr werdet sie sofort erkennen als irrig. Der Irrtum findet aber guten Boden und kann sich überaus rasch verbreiten, wo die Menschen keine Anstalten machen, ihren unreifen Seelenzustand zu bessern.... wo sie unfähig sind, den Irrtum als solchen zu erkennen. Und dann wirket er sich als sehr verderblich aus, er verfinstert den Geisteszustand stets mehr, weil er gleichzeitig den Menschen auch zurückhält an der Arbeit an seiner Seele, denn eine irrige Lehre wird niemals das Erfüllen der göttlichen Gebote fordern, weil dies ihn (sie) selbst beleuchten würde. Es kann daher nicht eindringlich genug darauf hingewiesen werden, daß nur durch Liebewirken der Geist im Menschen erhellt wird und daß, wer in der Wahrheit zu stehen begehrt, wer nicht getäuscht werden will durch irrige Lehren, unbedingt den Weg der Liebe gehen muß, der ihm Erhellung seines Geistes einträgt. Nicht der kluge Mensch schützt sich vor Irrtum, sondern nur der gute, liebewillige, denn dieser ersieht die Dinge, wie sie sind, und lässet sich nicht täuschen vom Schein. Schein aber ist alles, was den Menschen lau werden lässet an der Seelenarbeit.... Schein ist alles, was nicht der Wahrheit entspricht und.... weil es nicht zur Umgestaltung des Wesens anregt.... niemals den Zustand der Erkenntnis zur Folge hat, doch immer den Menschen zusagen wird, die kein Ewigkeitsziel anstreben; denn diese sind blind im Geist und fühlen sich in ihrer Blindheit wohl.... Diese suchen nicht die Wahrheit, sie suchen nicht das Licht und werden daher auch in der Finsternis verbleiben....

Amen

Eine Originalkundgabe von Bertha Dudde (Symbolbild)