Quelle: https://www.bertha-dudde.org/de/proclamation/5442

5442 Geistige Verflachung.... Dringlichkeit der helfenden Mitarbeit....

19. Juli 1952: Buch 60

Eine geistige Mission muß völlig freiwillig übernommen und durchgeführt werden, denn jeglicher Zwang hindert ihre Auswirkung. Der freie Wille dazu aber geht aus der Liebe hervor, aus der Liebe zu Mir und zum Nächsten, ansonsten sich der Mensch niemals erbieten würde zu einer solchen Mission, die nur rein geistige Ursachen hat und rein geistigen Zweck verfolgt. Wenn die Liebe zu Mir und zum Nächsten einen Menschen antreibt, diesen Mir zuzuführen, weil er weiß, daß die Entfernung von Mir für die Seele des Mitmenschen sich unselig auswirkt und weil er weiß, daß Ich Mich jeder Seele erfreue, die wieder zu Mir zurückkehrt, dann erst wird er Erfolg haben in seiner Mission, weil die Liebe die Kraft ist, die den Erfolg zeitigt.... Ich kann nur den Menschen ihre geistige Not erkenntlich machen, der Wille, diese nun zu beheben, muß im Herzen des Menschen erwachen und ihn nun zu weiterem Handeln antreiben. Ich Selbst bin zwar immer der Treibende, es ist Meine Liebe, die Ich euch zuwende, die ihr Mir dienen wollet, die in euch ständig das Verlangen rege hält, zu helfen denen, die in Not sind.... Und Meine Liebe kann in dieser Weise auf euch einwirken, weil ihr guten Willens seid....

Die Gefahr geistiger Verflachung ist unter den Menschen riesengroß, nichts mehr hinterläßt einen tieferen Eindruck, was auch ihnen begegnet.... alles wird rein irdisch angesehen, niemals aber eine geistige Bedeutung oder Erklärung erkannt. In keiner Weise kann mehr auf die Menschheit eingewirkt werden, selbst die größten Katastrophen berühren sie nur insofern, als ihr eigenes Hab und Gut dadurch verlorengeht, doch wen es nicht selbst betrifft, der nimmt nur Kenntnis davon, doch einen tieferen Eindruck hinterläßt das Geschehen nicht. Hohn und Spott trifft nur die, welche einen geistigen Zusammenhang zu erkennen glauben; die Menschen sind so oberflächlich, und es ist unsagbar schwer, ihre Herzen zu berühren, daß sie sich öffnen dem geistigen Einfluß und zum Erkennen kommen. Es ist auch unsagbar schwer für euch, die ihr diese Mission übernommen habt, Gehör zu finden bei den Menschen der Welt.... Und doch könnet ihr noch am ehesten sie zum Nachdenken bringen, weil ihr mitten unter ihnen lebt und doch einen Weg gehet, der ihnen unbekannt ist. Sie haben nicht das Verlangen, euch auf diesem Weg zu folgen, und doch fragen sie sich, wohin euer Weg wohl führen mag.... Schon daß ihr mitten unter ihnen wandelt und anders denkt und handelt als sie, das kann sie zum Denken anregen, und das ist es, was nötig ist, um nun weiter einwirken zu können. Ich aber weiß um eine jede Seele, um ihren Reifegrad, Ich weiß auch, daß nur noch wenige zu gewinnen sind, und Ich überlasse diese nicht ihrem Schicksal, sondern sende euch ihnen in den Weg. Ich Selbst kann nur durch euch auf sie einwirken, und das ist eure Mission, daß ihr die Verbindung schaffet zwischen ihnen und Mir, daß ihr Mir die Möglichkeit gebet, ohne Willenszwang zu den Menschen zu sprechen.... Sie werden Mich nicht erkennen, sondern die Worte als von euch ausgehend anhören, und doch wird etwas haftenbleiben, weil Meine Kraft wirket, wo man Mir nur Gehör schenkt.... Keine Begegnung ist willkürlich, die ihr haben werdet, wie überhaupt kein Geschehen um euch sinn- und zwecklos ist, doch der Wille des Menschen selbst entscheidet über die Auswirkung an sich selbst, an seiner Seele. Ich freue mich eurer Mitarbeit, doch auch ihr müsset in völlig freiem Willen diese Arbeit leisten, weshalb Ich euch nicht durch ungewöhnliche Zeichen die Wichtigkeit eurer Arbeit beweisen kann, sondern nur euren Glauben daran fordere, daß Ich euch benötige in der letzten Zeit vor dem Ende, weil übergroße geistige Not herrschet, auf Erden sowohl als auch im geistigen Reich, und daß Ich euch segne für euren Hilfswillen und eure liebende Mitarbeit....

Amen

Eine Originalkundgabe von Bertha Dudde (Symbolbild)