Quelle: https://www.bertha-dudde.org/de/proclamation/5084

5084 Offenbarungen.... Wahrheit und Irrtum.... Vorheriges Wissen....

14. Mar 1951: Buch 57

Wenn Ich Mich offenbare, so trage Ich dem Geisteszustand dessen Rechnung, der Mich zu sich sprechen lässet. Das Wissen, das ein Empfänger Meiner Offenbarungen zuvor besitzt, wird immer zu erkennen sein, d.h., die Art der Wiedergabe dessen, was von Mir ist, was er von Mir an Geistesgut empfangen hat, wird sich zumeist seinem Wissen angleichen, braucht aber dennoch nicht von der reinen Wahrheit abzuweichen, wenn auch sein Wissen zuvor nicht ganz frei war von Irrtum. Die Kundgaben gehen so dem Empfänger zu, daß sie rein inhaltlich der Wahrheit entsprechen, obzwar ein anders Denkender die Worte so auslegen kann, wie er sie haben will. Der erweckte Geist aber erkennt die Wahrheit und wird daher auch stets auf den rechten Geber schließen, er wird die Kundgaben als göttliche Offenbarungen anerkennen. Ist aber der Geist eines Menschen noch unerweckt, dann hält er mitunter auch eigenes Denken für göttliche Offenbarungen, jedoch nur dann, wenn sie von der reinen Wahrheit abweichen, weil dies ein Mittel Meines Gegners ist, die Menschen in den Irrtum zu verstricken, ihr Denken zu verwirren und die Wahrheit zu verbilden. Und er bedient sich dazu wieder solcher Menschen, die im fanatischen Eifer den Irrtum vertreten, die gewissermaßen willige Werkzeuge sind im Kampf gegen die Wahrheit. Diese aber sind zu erkennen, weil sie mehr Fanatiker als gute Menschen sind. Und von ihnen wird keine geistige Erleuchtung ausstrahlen. Wer sie anhöret und wahrheitshungrig ist, der wird unbefriedigt und unaufgeklärt bleiben, also kein Licht empfangen. Was von Mir ausgeht, gibt dem Menschen Licht, und daran schon ist die Wahrheit zu erkennen. In der verständlichsten Form spreche Ich zu dem, dem Ich Mich offenbaren will, und so er selbst willig und wahrheitsliebend ist, wird er selbst auch erkennen, wo sein bisheriges Denken irrig war. Er wird die Offenbarungen mit Herz und Verstand entgegennehmen und weise werden, weil er auch urteilsfähig wird und abwägen kann, wann das empfangene Geistesgut seinem alten Wissen entgegengerichtet ist. Meine Werkzeuge werden immer die Menschen sein, die Mir ein Herz voll Liebe und Diensteifer entgegenbringen, weil Ich zu ihnen reden kann, wie ein Vater zu seinen Kindern redet. Die Liebe erhellet den Geist, und wo dieser im Menschen wirken kann, wird auch bald der Irrtum als Irrtum erkannt werden, und der Mensch wird sich frei machen davon, weil ihn die Wahrheit beglückt und falsches Wissen gern hingeben lässet. Ich aber wache über den Meinen und hüte sie, so sie Mir dienen wollen, vor schlechtem Einfluß, und darum könnet ihr stets unbedenklich als Wahrheit entgegennehmen, was von Mir zeuget, was hinweiset auf Mein Erlösungswerk und auf Meine unendliche Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, die in Not sind und denen Ich zur Seligkeit verhelfen will. Wo immer Meine Liebe erkenntlich ist, ist auch Mein Geist am Werk, und wo Mein Geist wirket, ist Wahrheit....

Amen