Quelle: https://www.bertha-dudde.org/de/proclamation/2416

2416 Wirken des Geistes - Weltwissen.... Erkennen der Gottheit....

20. Juli 1942: Buch 32

Das größte Weltwissen muß verblassen gegen das Wissen, das der Mensch durch das Wirken des Geistes empfangen hat; und wiederum muß auch das Weltwissen mit diesem Wissen übereinstimmen, so es aus einem gläubigen, Gott-bejahenden und Gott anstrebenden Herzen geboren ist, dessen Leben ein Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe ist. Folglich werden sich auch diese Menschen stets in der Wahrheit bewegen, so sie über geistige Probleme nachdenken, denn nicht kraft ihres Verstandes geben sie sich Antwort auf ihre Fragen, sondern die Gedanken steigen vom Herzen empor und werden somit stets Wahrheit sein, weil der Geist Gottes sie belehrt. Wird das Wissen anders gewonnen, d.h., ist es zwar auch durch Nachdenken gezeitigt worden, jedoch mit weltlichem Sinn, ohne Anerkennung eines Gottwesens, Das mit dem Menschen im engsten Zusammenhang steht, und folglich auch ohne Anfordern der Kraft eines Gottwesens, dann wird es schwerlich der Wahrheit entsprechen, denn selten ist ein Mensch, der eine solche Einstellung hat, liebefähig und liebetätig. Sowie er aber sich liebend betätigt, ist er schon dem Erkennen der ewigen Gottheit nahe, und es genügt dann ein kleiner Anstoß, eine rechte Belehrung, um diesen Menschen zum rechten Denken zu bewegen. Das Ablehnen einer wesenhaften Gottheit braucht nicht immer ein Leugnen der Gottheit zu sein, denn mit dem Anerkennen der Gottheit als Naturkraft wird diese Gottheit auch bejaht; jedoch ist es schwer, die Naturkraft in engeren Zusammenhang mit dem Schöpfungswerk Mensch zu bringen, Die eines jeden einzelnen Schicksal lenkt und leitet.... Und also ist es nicht möglich, als Mensch den Kontakt herzustellen mit einer Gottheit, für Die der Begriff einer (als) Wesenheit ausscheidet. Ohne diesen Kontakt herzustellen, kann aber der Kraftstrom aus Gott dem Menschen nicht zugeleitet werden, der seine geistige Entwicklung bedingt.... Es kann in ihm nicht Licht werden.... Nur die zur Erhaltung des Lebens nötige Lebenskraft geht ihm zu, worunter auch die Funktion des Gehirnes, das rein verstandesmäßige Denken, zu verstehen ist. Dieses allein aber wird niemals wahrheitsgemäße Ergebnisse zeitigen können in rein geistigen Problemen. Die ewige Gottheit behält Sich die Lösung dieser Probleme vor und bietet sie denen, die in aller Gläubigkeit den Kontakt mit Ihr herstellen, die sich also als untrennbar verbunden fühlend dieser Gottheit anvertrauen, weil sie sich trotz ihres freien Willens in ständiger Abhängigkeit stehend erkennen und sie nun als Folge der Erkenntnis Gott als Wesenheit anrufen und die Wahrheit begehren. Die Gedankentätigkeit ohne innigen Anruf um den Beistand Gottes kann niemals reine Wahrheit zeitigen. Wo aber die Liebe ist, dort ist diese Erkenntnis nicht mehr fern.... wem jedoch die Liebe mangelt, dessen Verstandeswissen ist weit von der Wahrheit entfernt. Denn das Wirken des göttlichen Geistes ist dort ausgeschaltet, und ohne Gott kann keine Wahrheit zustande gebracht werden....

Amen

Eine Originalkundgabe von Bertha Dudde (Symbolbild)