Quelle: https://www.bertha-dudde.org/de/proclamation/7370

7370 Freier Wille und Ichbewußtsein....

23. Mai 1959: Buch 78

In der letzten Entwicklungsperiode als Mensch könnet ihr frei wollen und auch zumeist frei handeln, weil ihr euch erproben sollet während eures Daseins auf dieser Erde. Es ist kein willkürlicher Ablauf, wie also auch der Enderfolg nicht von Meiner Willkür abhängig ist, sondern ihr Menschen selbst bestimmet das Resultat des Erdenganges für eure Seele. Denn der Seele Ausreifen ist das Maßgebende, weil der Körper vergänglich ist und nur für die kurze Erdenlebenszeit der Seele zum Ausreifen dienet. Dies also muß der Mensch wissen, daß es an ihm selbst liegt, ob und wie er die Erdenzeit nützet zum Ausreifen der Seele. Und so darf er sich nicht verlassen auf einen willkürlichen Gnadenakt Meinerseits, der ihm zuteil werden könnte auch ohne sein Zutun.... er muß wissen, daß er Gnade unbegrenzt empfangen kann, daß es aber immer an seinem Willen liegt, ob diese Gnaden an ihm wirksam werden. Denn Ich kann ihm das Himmelreich ganz nahe vor Augen führen und ihm die Hand auch entgegenstrecken, damit er es erreichen kann.... Wenn er selbst nicht des Willens ist, in das Himmelreich zu gelangen, sind alle Meine Gnadengaben vergeblich, denn sie zwingen nicht zum Denken und Handeln, machen es aber jedem Menschen leicht, recht zu denken und zu handeln. Der Wille muß erst in Aktion treten, und wie nun dieser Wille sich einstellt, das ist entscheidend für den Erfolg des Erdenlebens.... Es wird nun kein Mensch sagen können, bestimmt worden zu sein zur Richtung seines Willens, denn dieser ist frei. Das Wollen ist der innerste Trieb im Menschen, der ihm von Mir aus eingezeugt wurde, den jedes Wesen hat, das ich-bewußt ist. Also die einst-geschaffenen Geister in Meinem Reiche konnten sich so lange des freien Willens erfreuen, wie sie ich-bewußte Wesen waren.... Doch sie verloren das Ichbewußtsein, als sie zur Tiefe stürzten durch eigene Schuld. Denn sie entfernten sich von Mir, und die immer größer werdende Entfernung bedeutete auch Verhärtung der geistigen Substanz, die Ich dann formte zu Schöpfungen verschiedenster Art. Alle diese Schöpfungswerke sind in einem Zustand des "gebundenen" Willens.... Das darin gebundene Geistige ist nicht sich selbst bewußt, weil es immer nur Teile sind des einst gefallenen Urgeistes, der auf dem Wege durch die Schöpfung wieder zu Mir zurückkehren soll, der so lange seines Ichbewußtseins beraubt ist, bis sich wieder alle Partikelchen gesammelt haben und diese sich als Mensch auf Erden verkörpern dürfen. Dann bekommt er auch seinen freien Willen zurück.... Es kann das Wesen nun wieder frei wollen und denken, ohne daran gehindert werden zu können, den Willen in jeder Richtung zu bewegen. Und kein Mensch wird es streiten können, daß seine Gedanken und sein Wille frei sind, wenngleich er beides oft nicht zur Ausführung bringen kann. Doch es geht um den Willen, nicht immer um die Tat, die auch durch Meinen Willen oder Meine Zulassung verhindert werden kann, was aber niemals den eigentlichen Willen ausschließt, der eine Tat zu veranlassen suchte.... Und über euren Willen sollt ihr wachen.... also euch jeden Gedanken überlegen, ob er mit Meinem Willen in Einklang steht. Ihr sollt die Richtung eures Willens nur immer auf Mich lenken, und es wird euer Wille gut sein. Ist dieser Wille in euch, Mir zum Wohlgefallen zu leben, dann brauchet ihr nicht mehr zu befürchten, euren Erdenlebenszweck nicht zu erfüllen, dann wird euer Denken und Wollen immer recht gerichtet sein, dann verlangt eure Seele zurück zu ihrem einstigen Zustand, ihr Wille unterordnet sich dem Meinen, und sie hat die Erdenlebensprobe bestanden, so sie den irdischen Körper verlassen darf, um einzugehen in das jenseitige Reich....

Amen

Eine Originalkundgabe von Bertha Dudde (Symbolbild)